Alzheimer-Demenz
Alzheimer äußert sich unter anderem in häufig und über längere Zeiträume auftretenden Störungen des Kurzzeitgedächtnisses, der Konzentration oder der Orientierung und starken Stimmungsschwankungen. Die Diagnose verläuft nach dem Ausschlussverfahren.
Carotisstenose
Die Carotisstenose ist eine Verengung der Halsschlagader durch Ablagerungen. Die Diagnose erfolgt mittels neurologischer Untersuchung, Ultraschalluntersuchung der Halsschlagadern, Kernspinuntersuchung (MRT), Kontrastmitteldarstellung der Halsgefäße (Angiographie) oder Computertomographie (CT) des Kopfes.
Demenz
Verweist auf eine bestehende Minderung der gewohnten kognitiven und intellektuellen Fähigkeiten, die sich grundsätzlich im Abbau täglicher sowohl privater als auch beruflicher und sozialer Aktivitäten wiederspiegeln aber eben auch erst durch standardisierte Testverfahren objektiviert und eingeordnet werden müssen.
Epilepsie
Epileptische Anfälle werden durch überschießende Erregungsbildungen im Gehirn ausgelöst und haben eine Bandbreite von bloß einem irritierenden Ereignis in Sekunden bis hin zu eindrucksvollen Zuckungen und Krämpfen aller Extremitäten einschließlich Kopf und Rumpf, sozusagen des ganzen Körpers, noch dazu mit Bewusstseinsverlust, von allerdings ebenfalls nur höchstens 3-minütiger Dauer, nach der der Betroffene in einen ruhigen Schlaf fällt. Wobei „im Allgemeinen“ nicht „immer“ heißt und es daher bei einem so wechselvollen Geschehen wie diesem besonders hilfreich für die Diagnosestellung ist, eine genaue Schilderung des tatsächlichen Ablaufes durch anwesende Zeugen zu bekommen. Aber dessen ungeachtet, trotzdem die endgültige diagnostische Festlegung nur mit Hilfe eines Elektroenzephalogramms (EEG), bildgebender Verfahren (CT/MRT) und Blutuntersuchungen erfolgen kann.
Karpaltunnelsyndrom
Wird der Nervus medianus, der in seinem Verlauf in Höhe des Handgelenkes, genauer der Handwurzelknochen (Carpalia) ein dort querverlaufendes bindegewebig-straffes Band untertunnelt, von diesem eingeengt, unter Umständen sogar regelrecht eingeklemmt, so ruft dieser Nerv Sensibilitätsstörungen und eine Funktionsminderung in den Fingern I bis III hervor, was man beschreibungsentsprechend „Karpaltunnel-Syndrom“ nennt.
Kopfschmerzen
Kopfschmerzen sind bekanntlich eine sehr geläufige Krankheitsbezeichnung, dennoch aber eine eher wenig brauchbare Begrifflichkeit zur konkreten Erfassung und Charakterisierung eines ganz spezifischen Befundes, da sie im Zweifel für alle Schmerzen im Bereich von Kopf und Gesicht Verwendung findet, einschließlich von Ohren- und Zahnschmerzen und daher so nebulös ist, dass sie für die Praxis nicht taugt.

Wesentlich zweckvoller und zielführender ist es aus diesem Grund der folgenden Terminologie zu folgen, wonach unterschieden wird in:

  • Migräne
  • Spannungskopfschmerz
  • Clusterkopfschmerz
  • Trigeminusneuralgie
Was allerdings immer noch so weit gefasste Umschreibungen sind, dass sich auch bei dieser Differenzierung die konkret dahinter stehenden Krankheitsbilder nicht ohne weiteres ergeben und daher erst durch sorgfältige Untersuchungen eruiert und definiert werden müssen.
Migräne
Migräne entsteht durch verstärkte Aktivität von Nervenzellen, die zu schnell Botenstoffe an Blutgefäße abgeben, was widerum zu einer Entzündung führt. Die Diagnose wird mithilfe neurologischer Test und  Symptomanalyse gestellt.
Multiple Sklerose (MS)
Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems (ZNS = Gehirn, Rückenmark), die durch das körpereigene Abwehrsystem hervorgerufen wird. Eine sogenannte Autoimmunerkrankung, die unter Ärzten auch Encephalomyelitis disseminata (E.d.) genannt wird und mit Narbenbildung abheilen kann, die die Funktion des ZNS dauerhaft beeinträchtigt.

Als renommierte Praxis hinsichtlich dieser Erkrankung führen wir bereits im Stadium der ersten Verdachtsdiagnose die dazu notwendigen Abklärungen in  unserer Praxis durch, so dass Überweisungen keine Voraussetzung sind. Zumal wir auch alle in diesem Zusammenhang üblichen diagnostischen Untersuchungen und anschließend notwendigen Behandlungen vollumfänglich vornehmen, Ihnen im Bedarfsfall z.B. eine erfahrene MS-Betreuung zur Seite stellen, Ihnen außerdem empfehlenswerte Patientenseminare anbieten und mit den neurologischen MS-Ambulanzen des Marienhospitals bzw. des Klinikums Stuttgart in enger Kooperation zusammenarbeiten.

Parkinson
Bei der Parkinsonkrankheit (M. Parkinson) wird der Botenstoff Dopamin nicht mehr in ausreichender Menge im Gehirn zur Verfügung gestellt, so dass Beweglichkeitsstörungen, Ruhezittern und Muskelverspannungen auftreten, die bis heute zwar nicht restlos zu verhindern sind, aber durch therapeutischen Ersatz des fehlenden Dopamins jahrelang optimal und auf sehr lange Sicht wirkungsvoll gut gemindert werden können.
Polyneuropathie
Die Polyneuropathie betrifft sowohl sensible (der Empfindung dienende) als auch motorische (die Muskeltätigkeit regelnde) Nerven des sogenannten peripheren Nervensystems, die mit Missempfindungen wie Kribbeln, Brennen, Kälte-, Wärmegefühl, Berührungsempfindlichkeit, vermindertem Vibrationsempfinden und evtl. auch mit Schmerzen und einer Schwäche in der Muskulatur verbunden ist.
Schädelhirntrauma
Ein Schädelhirntrauma ist  eine Verletzung des Kopfes, die eine Schädigung des Gehirns zur Folge hat. Die Diagnose hängt von den Symptomen und der Schwere der Verletzung ab.
Schwindel
Der Begriff Schwindel beschreibt Gleichgewichts- und Raumorientierungsstörungen, die sich in Schwanken und Drehen des Körpers äußern. Die in dieser Kompaktheit zugleich aber Phänomene enthalten, deren Fehlinformationen aus drei sehr verschiedenen Sinneszellen herrühren, nämlich denen auf der Netzhaut der Augen, den den Ohren zugerechneten Bogengängen im Gehirn und den Spindeln der Stellreflexe in den Muskeln, so dass auch hier eine Abgrenzung und Einordnung durch gründliche Untersuchung unumgänglich ist.
Spannungskopfschmerzen
Spannungskopfschmerzen äußern sich häufig in pressenden, ziehenden oder drückenden Schmerzen an den Schläfen oder im Bereich der Stirn. Die Diagnose wird mittels Schmerztagebuch und Anamnese gestellt.
Schlaganfall
Schlaganfälle sind fast immer die Folge akuter oder chronischer Durchblutungsstörungen des Gehirns, die vielfältige Symptome wie Lähmungen, Gefühlsstörungen, Sprachstörungen hervorrufen können und deshalb ohne Ausnahme, also in jedem Fall, Notfälle sind, die sofort im Krankenhaus behandelt werden müssen – und zwar so schnell wie möglich! Selbst schon bei Vorboten, den sogenannten TIAs (Transitorisch Ischämischen Attacken).

In einer derartigen Situation gehört es zum Pflichtprogramm einer neurologischen Praxis, die gleichzeitig meist vorliegenden zusätzlichen Gefäßerkrankungen sorgfältig zu diagnostizieren, um Wiederholungen zu verhindern. Aus diesem Grund sind  regelmäßige Kontrolluntersuchungen auf Verengung der hirnversorgenden Arterien, wie z.B. der Halsschlagader (Stichwort: Carotisstenose) mittels hochmodernem Ultraschallverfahren ein absolutes Muss.

Sulcus-ulnaris-Syndrom
Beim Sulcus-ulnaris-Syndrom liegt eine Einklemmung des N. ulnaris im Bereich des Ellenbogens vor, was sich klinisch in Missempfindung oder Taubheit an Kleinfinger und Ringfinger äußert, bis hin zur Kraftminderung in der Hand bei längerem Bestehen dieser Behinderung.
Trigeminusneuralgie
Die Trigeminusneuralgie äußert sich in blitzartig einschießenden, extrem starken, elektrisierenden und stechenden Schmerzen im Gesicht, die meist auf eine Gesichtshälfte beschränkt sind. Die Diagnose wird aufgrund der Symptome gestellt. Zudem kann eine Kernspintomografie (MRT) oder eine Computertomografie (CT) die Diagnose bestätigen.